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Ratgeber Bronchitis

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Bronchitis
Entstehung einer Bronchitis

Die akute Bronchitis entsteht in den meisten Fällen durch Viren, seltener durch Bakterien. Es gibt Faktoren, die die akute Bronchitis begünstigen: Kälte (besonders im Winter), trockene, klimatisierte oder beheizte Luft oder Schadstoffe in der Luft, die eingeatmet werden. Diese können im dichten Straßenverkehr oder bei bestimmten Berufen besonders schädlich sein. Die chronische Bronchitis ist meist auf Rauchen von Zigaretten zurückzuführen. Passivraucher sind genauso gefährdet wie Raucher. Die chronische Bronchitis kann erhebliche Komplikationen nach sich ziehen, z. B. das Lungenemphysem oder eine Rechtsherzinsuffizienz, eine Schwäche der rechten Herzkammer. Bestimmte Erkrankungen können die Entstehung der Bronchitis begünstigen.

Entstehung einer Bronchitis

Die Entstehung der Bronchitis geht in den meisten Fällen auf Viren zurück. Aber auch Bakterien können bei der Entstehung der Bronchitis eine Rolle spielen. Rauchen, Kälte und Reizstoffe in der Luft können sich ungünstig auf die Bronchien auswirken und die Entstehung einer Bronchitis begünstigen.

Die Entstehung der akuten Bronchitis durch Viren und Bakterien

In 90 Prozent der Fälle kommt es zur Entstehung einer akuten Bronchitis durch Viren. Nur in 10 Prozent der Fälle sind Bakterien die Ursache für die akute Bronchitis. Kälte schwächt das Immunsystem und schadet den Bronchien. Auch erhöht der Aufenthalt in überfüllten, klimatisierten Räumen das Infektionsrisiko. Daher ist die Entstehung einer akuten Bronchitis im Winter wahrscheinlicher als im Sommer. Wer sich länger in trockener Luft aufhält, z. B. in beheizten Räumen, erhöht das Risiko für die Entstehung einer akuten Bronchitis. Der Grund dafür besteht darin, dass trockene Luft die Schleimhäute der Bronchien reizt. Dies begünstigt den Befall mit Viren oder Bakterien. Bakterien befallen meist bereits geschwächte Bronchien. Dies gilt vor allem dann, wenn bereits eine andere Atemwegserkrankung vorliegt oder bereits eine Infektion mit Viren stattgefunden hat. Letzteres bezeichnet man als bakterielle Superinfektion.

Die Entstehung der akuten Bronchitis durch weitere Ursachen

Raucher und von Passivrauch Betroffene erleiden doppelt so viele Infektionen der Atemwege wie Nichtraucher. Der quälende Husten und der Auswurf von Schleim steigen mit der Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten. Es kommt mit höherer Wahrscheinlichkeit zur Entstehung einer Bronchitis bei Menschen, die im Beruf Schadstoffen ausgesetzt sind. Dies gilt besonders für die Arbeit mit Getreide, für die Kunststoffherstellung, für Kohleminen und die Baumwollverarbeitung. Großstädter sind häufiger von der Entstehung der akuten Bronchitis betroffen als Landbewohner. Dies liegt vermutlich mit der höheren Schadstoffbelastung in Städten zusammen. Ein höheres Alter und eine vererbte Überempfindlichkeit der Bronchien lassen das Risiko für die Entstehung der Bronchitis steigen. Eine Erkältung kann sich zur Bronchitis ausweiten.

Die Entstehung der chronischen Bronchitis

Zur Entstehung der chronischen Bronchitis kommt es in ca. 90 Prozent der Fälle durch das Rauchen. Folgende Schädigungen durch den Tabakrauch können zur Entstehung der Bronchitis führen:

  • Zerstörung der Bronchialschleimhaut
  • Störung des Abtransports von Schadstoffen
  • Entstehung von Entzündungen
  • Schwächung des Immunsystems
  • Vermehrte Schleimproduktion (Auswurf)

Weitere Risikofaktoren für die Entstehung einer chronischen Bronchitis:

  • Luftschadstoffe (Feinstaub, Autoabgase, Schadstoffe am Arbeitsplatz)
  • Häufige Atemwegsinfektionen
  • Genetische Faktoren
  • Asthma, chronische Nasennebenhöhlenentzündung, Mukoviszidose, Tuberkulose
  • Allergien, die das Bronchialsystem überempfindlich machen.

Fedor Singer

18. September 2017
Disease-Management-Programme richten sich speziell an Menschen mit chronischen Erkrankungen wie COPD oder Asthma.
  
13. September 2017
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21. August 2017
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15. August 2017
Träger der Rehamaßnahme ist in den meisten Fällen die gesetzliche Rentenversicherung. Bei Kindern kann es auch die gesetzliche Krankenversicherung sein.
  
14. August 2017
Bei akuten Krankheitsverschlechterungen bei COPD kann eine nicht-invasive Beatmungstherapie angezeigt sein.
  
Diagnose Bronchitis

Die akute und die chronische Bronchitis werden mit ähnlichen Verfahren diagnostiziert. Die Bronchien werden durch den behandelnden Arzt abgehört und abgeklopft, der Schleim (Auswurf) kann untersucht werden. Es ist wichtig, dass eine chronische Bronchitis möglichst frühzeitig erkannt wird. Vor allem müssen rechtzeitig etwaige Schadstoffe in der Luft, die ursächlich für die Erkrankung sind, erkannt und eliminiert werden. Wenn z. B. eine Feinstaubbelastung am Arbeitsplatz vorliegt oder der Betreffende Tabak konsumiert, kann man Maßnahmen ergreifen, diese Schadstoffe in Zukunft zu meiden. Eine beginnende Bronchialverengung (COPD) sollte bereits im Anfangsstadium diagnostiziert werden, damit die Erkrankung noch gut therapiert werden kann.

Neben den medikamentösen Therapien hilft bei Bronchitis auch das Trainieren der Atemmuskulatur, die Inhalation, die Klopfmassagen zur Lösung des Schleims und bestimmte Impfungen. Vorbeugende Maßnahmen gegen eine Bronchitis können viel trinken von Wasser oder heißen Getränken, vermeiden von Schadstoffen und körperliches Training sein. Auch die Impfung gegen Grippe kann den Körper ggf. gegen das Auftreten einer Bronchitis schützen. Die Inhalation von Ölen oder Salzlösung bei Erkältung kann ggf. ein Mittel sein, um eine Bronchitis zu vermeiden. Bei der Rauchentwöhnung können Nikotinpflaster, -kaugummis oder -sprays bei einigen unterstützend wirken. Auch Entwöhnungskurse versuchen Unterstützung zu bieten.

Therapie Bronchitis

Bei einer durch Viren ausgelösten Bronchitis wird die Krankheitsursache i. d. R. nicht therapiert. Anders ist dies bei einer bakteriellen Bronchitis, die mit Antibiotika behandelt werden kann. Grundsätzlich gilt es, nicht zu rauchen. Trockene und kalte Luft ist zu meiden. Wenn man Schadstoffen ausgesetzt wird, sollte eine Atemschutzmaske getragen werden. In entsprechenden Fällen helfen hustenstillende oder schleimlösende Mittel. In der Regel verabreicht man nicht beides gleichzeitig, weil diese Medikamente entgegengesetzte Wirkungen haben. Bewegung, körperliche Fitness und vor allem gezielter Lungensport unterstützen den Heilungsprozess. Bei einer chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD) helfen Medikamente, die die verengten Atemwege erweitern. Eine COPD ist nach bisherigem Stand noch nicht heilbar.